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Clever und Glücklich – So kannst du deinen Hund im Haus optimal auslasten


Die wenigsten Menschen, aber auch Hunde reißen sich darum, bei Schnee und Regen stundenlang draußen zu sein. Da bietet es sich an, die mentale Auslastung der Vierbeiner einfach mal in die eigenen vier Wände zu verlegen.Drei Dinge vorne weg:

Unsere Hunde sind generell für jeden Unfug zu haben. Also mach dir bei der Auswahl der Beschäftigung vor allen Dingen Gedanken darum, wozu du Lust und auch die notwendigen zeitichen und mentalen Kapazitäten hast. Bist du nämlich gestresst, unmotiviert oder abgelenkt wird es auch dein Hund sein. Bist du hingegen mit Spaß voll bei der Sache ist das schon der Garant für eine tolle gemeinsame Zeit und erfolgreiche Übungen. 


Und plane lieber mehrere kurze Einheiten, statt einer langen pro Tag ein. Wir Menschen neigen dazu, die Konzentrationsfähigkeit unserer Hunde, aber auch die eigene, zu überschätzen. So entstehen am Ende einer eigentlich schönen Session doch noch Stress und Frust. Besonders herausfordernde Trainings, bei denen der Hund neue Dinge lernen soll, sollte etwa 3-5 Minuten lang sein. Manchen Hunden geht sogar schon nach zwei Minuten die mentale „Puste“ aus. Einheiten bei denen dein Hund bekannte Übungen umsetzen soll dürfen etwa 10 Minuten dauern. 

Achte immer genau auf deinen Hund. Zeigt er Anzeichen für Stress wie etwa vermehrtes Hecheln, eine breitere Zunge oder Falten im Gesicht, oder wirkt er nervöser oder kann die geforderten Übungen nicht mehr so gut umsetzen wie noch vor einer Minute, dann beende das Training lieber und gönn deinem Vierbeiner eine Pause.


Damit dein Hund dir im Haus nicht ständig in Erwartung einer tollen gemeinsamen Beschäftigung aufgeregt hinterher läuft bietet es sich an, mit einem Start- und einem Schlusssignal zu arbeiten. So weiß dein Hund genau, wann er mit dir arbeiten und wann er sich entspannen darf.



Ideen für die Beschäftigung im Haus:


1.Signale verbessern

Häufig schleichen sich im Alltag Schlampigkeiten in die Signale die unser Hund umsetzen soll. Eigentlich möchtest du den Dummy in die Hand gelegt bekommen, dein Hund wirft ihn dir aber immer vor die Füße? Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt um daran zu feilen!

Auch die Verlängerung von Verhaltensweisen (Wie lange kann dein Hund auf ein Signal hin sitzen bleiben?) kann besonders für aufgeregte Hunde eine Herausforderung sein und die Konzentrationsfähigkeit, sowie die Frustrationstoleranz verbessern. 


2. Neue Signale „klickern“

Das Lernen von neuen Signalen mit Hilfe eines Klickers ist optimal um Hunde geistig auszulasten. Die Hunde erhalten bei dieser Trainingsart keine Hilfestellung, sondern müssen Schritt für Schritt selbst herausfinden was sie tun müssen, um eine Belohnung zu erhalten. Das ist sehr anstrengend, macht aber auch tierisch Spaß!


3. Nasenarbeit

Den Hund mit der Nase arbeiten zu lassen ist einer der Klassiker der Indoorbeschäftigung. Die Nase ist das wichtigste Sinnesorgan unseres Hundes und unheimlich leistungsfähig. Hohe Leistung bedeutet aber auch große Anstrengung, wennn das Potential richtig ausgeschöpft werden soll. Also ist Nasenarbeit perfekt, um unsere Hunde auf relativ kleinem Raum müde zu bekommen.Das Feld der Nasenarbeit ist groß: Vom simplen Futterverstecken, über die Dummy- oder Gegenstandssuche, bis hin zur Geruchsunterscheidung - Der Fantasie sind fast kein Grenzen gesetzt. Die Schwierigkeitsgrade variieren hier aber enorm. Sowohl für den Hund, als auch für den Menschen. Während das Verstecken von Leckerlies für den Menschen leicht umzusetzen, für den Hund aber auch eine recht einfache Übung ist, müssen andere Arten der Nasenarbeit dem Hund kleinschrittiger beigebracht und besser auf Kontaminierungen der Geruchsproben geachtet werden.


4. Indoor Agility

Beim Indoor Agilty wird der Hund durch einen Parcours aus Möbeln und Haushaltsgegenständen geführt. Sofas, Stühle, Decken, Töpfe, alles kann genutzt werden und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Eine tolle Beschäftigung, bei der auch Kinder mitmachen und auf ihre Kosten kommen können.


5. Spielen & Raufen

Wenn es um die Bindung zwischen Mensch und Hund geht ist das gemeinsame Spielen und Raufen der ultimative Geheimtipp. Hierbei gibt es nur ein paar einfache Regeln: Erlaubt ist was Spaß macht und was der Mensch kontrollieren und bei Bedarf beenden kann. Und: Bällchen (oder andere Dinge) werfen ist kein Spiel, sondern jagen!!


6. Schnüffelteppiche & Co.

Gadgets für die Bespaßung und vermeintliche Auslastung von Hunden gibt es wie Sand am Meer. Aber Vorsicht - Während wir unseren Hunden mit Schnüffelteppischen, Schleckmatten und „Intelligenzspielzeugen“ bestimmt eine Freude machen, hält sich der Auslastungsfaktor sehr in Grenzen. Wir sollten uns vor Augen führen, dass es Hunde nicht sehr anstrengt, ihr eigenes Futter auf kleinstem Raus zu finden. Außerdem haben sie meist schnell raus, das sie den Teppich einfach schütteln, oder das Spielzeug umwerfen können, um an die Belohnung zu kommen.


Du willst mehr zum Thema Auslastung erfahren und auch genaue Trainingsanleitungen bekommen? Hier auf dem Blog erhältst du in den nächsten Wochen jede Menge Input dazu. Schau vorbei :-)

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